Was unserer Haut gut tut

Manchmal fühlt es sich so an, als würden wir mit Anweisungen bombardiert, wie wir unsere Haut pflegen sollen – und das fast seit unserer Geburt („die Wunder der Kakaobutter-Babycreme“).

Schönheitsmagazine und Kosmetikverkaufspersonal nehmen an, dass jeder seine Haut gewissenhaft reinigt und mit Gesichtswasser und Feuchtigkeitscremes pflegt und die Vorteile all dieser Zauberelixiere versteht.

Hier sind für alle Fälle einige Definitionen häufig verwendeter Begriffe und einige Überlegungen, warum sich diese als wichtig erweisen könnten:

Reinigen – „waschen“

Unsere Mütter haben uns beigebracht, unser Gesicht zu waschen. Doch Seife, heißes Wasser und rauer Flanell reizen die Haut.
Dermatologen und Kosmetiker empfehlen sanftes Waschen, ein- oder zweimal pro Tag. Nachdem wir Schminke und Schmutz, die Poren verstopfen können, entfernt haben, kann sich der Talg in unserer Haut um die natürliche Säuberung und Feuchtigkeitsversorgung kümmern.
Tauschen Sie den groben Flanell gegen ein sanftes Gesichtspeeling aus, auch wenn es nur einmal pro Woche ist. Es ist ein schonenderer Weg, tote Hautzellen zu entfernen, und kann uns dabei helfen, verstopfte Poren zu vermeiden, die zur Entstehung von Pickeln führen können.

Gesichtswasser – „stärken oder straffen“

Als Gesichtswasser kamen früher Adstringentia zum Einsatz. Diese Mittel wurden häufig auf Alkoholbasis hergestellt, um ein Gefühl sauberer, straffer Haut zu erreichen. Heute wird angenommen, dass diese Gesichtswasser der Haut natürliche Öle entzogen und die Haut schädigten.
Heutzutage stellt das Gesichtswasser den zweiten Reinigungsschritt dar, bei dem die letzten Teilchen von Schmutz entfernt und die Haut beruhigt wird. Dieses Jahr singen Verfasser von gesundheitsbezogenen Artikeln Lobeshymnen auf die Zwei-Schritt-Reinigung. Es spricht also nichts gegen eine Gesichtswasseranwendung – aber sachte.

Feuchtigkeitsversorgung – „etwas befeuchten“

Sonne, kaltes Wetter und Zentralheizung können dazu führen, dass sich die Haut trocken anfühlt. Kann unsere Haut wirklich durch Feuchtigkeitscremes rehydriert werden?
„Hydration“ – das Zuführen von Wasser – ist en vogue, ob man dabei zwei Liter Wasser pro Tag zu sich nimmt oder nach dem Training Kokosnusswasser in großen Schlucken trinkt. Mediziner raten einfach dazu, Wasser zu trinken, wenn man durstig ist. Nur wenn wir stark dehydriert sind, fängt unsere Haut an, zu leiden. In allen anderen Fällen ist eine Feuchtigkeitscreme ausreichend.

Feuchtigkeitscremes enthalten wasseranziehende Inhaltsstoffe, dank denen Feuchtigkeit in unserer Haut erhalten bleibt, und Öle, die Ihnen dabei helfen können, Irritationen zu reduzieren und etwas jugendliche Dynamik zurückzugewinnen. Die Fähigkeit dieser Cremes, die Haut weich zu halten, wird von Ärzten anerkannt, auch wenn es für darüber hinausgehende Behauptungen wenig handfeste Beweise gibt.

Im Hinblick auf Tages- und Nachtcremes: Tagescremes sind leichter und schützen Ihre Haut unter der Schminke. Nachtcremes sind reichhaltiger und helfen der Haut im Wiederherstellungsmodus.

Es scheint eine gute Idee zu sein, diese Wundermittel zu nutzen, um unser Aussehen und unser Wohlbefinden für eine möglichst lange Zeit in Top-Form zu halten. Vielleicht sollten wir uns die Hautpflege einfach als einen weiteren Aspekt des gesunden Lebens vorstellen. Es ist allgemein bekannt, dass wenn man weniger raucht und Alkohol trinkt und darüber hinaus länger schläft und Sport treibt, dies nicht nur Vorteile für unsere geistige und körperliche Gesundheit, sondern auch für unsere Haut haben kann.

Und es ist leichter denn je, zu überprüfen, ob die von uns ausgewählten Gesundheitsprodukte nicht vielleicht unbeabsichtigte Schäden verursachen. Halten Sie Ausschau nach Hautpflegeprodukten, die:

Für unsere Gesundheit und unsere Umgebung ungefährlich sind

Wenn wir uns bemühen, Nahrungsmittel und Kleidung zu kaufen, die mit Rücksicht auf unseren Planeten produziert wurden, würden wir vielleicht auch gerne Hautpflegeprodukte kaufen, die aus biologisch hergestellten, natürlichen Inhaltsstoffen bestehen.

Bei Bio-Naturkosmetik geht es aber nicht nur darum, was diese enthält, sondern auch darum, was diese NICHT enthält. Oftmals wird bei deren Herstellung von der Verwendung schädlicher synthetischer Chemikalien wie z. B. Parabene, Formaldehyde und Phthalate, abgesehen, welche zu Gesundheitsproblemen führen können. Viele Hersteller listen die von ihnen nicht verwendeten Schadstoffe auf. Überprüfen Sie jedoch immer auch die Inhaltsstoffe, um zu sehen, ob potentielle Toxine nicht doch noch verwendet wurden, sowie den Prozentsatz natürlicher Zutaten biologischen Ursprungs.

Die sicherste Methode, um sicherzustellen, dass es sich bei einem Hautpflegeprodukt wirklich um Bio-Naturkosmetik handelt, ist jedoch: suchen Sie nach dem unabhängigen Zertifikat von COSMOS (COSMetic Organic Standard) bzw. von einem Mitglied wie z. B. der Soil Association, Ecocert oder IONC. Nutzen Sie darüber hinaus vertrauenswürdige einschlägige Websites, um nachhaltige und ethische Hersteller zu finden, die daran arbeiten, die schädlichen Auswirkungen des gesamten Herstellungsprozesses zu reduzieren.

Gut für die Haut

Umweltverschmutzung, Rauch, Sonneneinstrahlung und Rauchen gehören zu den Entstehungsursachen instabiler Moleküle, die als freie Radikale bezeichnet werden. Wir sehen ihre Auswirkungen in der Zersetzung von Kunststoff, beim Verrosten von Metallen, dem Faulen von Früchten und wenn die Haut Anzeichen des Alterns, z. B. Falten, aufweist.

Um unsere Körper vor den Schäden zu schützen, die freie Radikale verursachen können, brauchen wir Antioxidantien. Obwohl Antioxidantien in der Natur vorkommen, können Hautpflegeprodukte, die diese enthalten, Ihrer Haut dabei helfen, sich selbst zu schützen. Halten Sie Ausschau nach Antioxidantien, darunter Vitamin C, Gingko, Vitamin E und Resveratrol in Produktbeschreibungen.

Tierschutz

Im Ozean und Süßwasser lebende Tiere können wegen Kunststoff-Mikrobeads zu Schaden kommen, die manchmal in Peelings und Scrubs vorkommen und zum Teil in Kläranlagen nicht herausgefiltert werden können. Die Niederlande waren das erste Land, das Hersteller bat, auf den Gebrauch dieser zu verzichten – andere Länder folgen nun.

Wählen Sie natürliche Peelings wie z. B. gemahlene Samen oder Nüsse, Bio-Haferflocken oder Meersalz. Und denken Sie daran, dass seit 2013 keine in Europa verkauften Kosmetikprodukte an Tieren getestet werden oder an Tieren getestete Zutaten enthalten dürfen.

Solange wir bei der täglichen Reinigung und der Verwendung von Gesichtswasser und Feuchtigkeitscremes sorgfältig ausgewählte natürliche und reine Produkte nutzen und dabei aktiv bleiben, uns gut und gesund ernähren und gut gelaunt bleiben, scheint es, dass diese uns wirklich dabei helfen können, gesünder aussehende Haut zu bewahren. Und mit etwas Überlegung und Nachforschung können wir auch dafür sorgen, dass die Welt um uns herum ebenfalls gesund bleibt.

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