Mikronährstoffe Im Überblick

Unser Körper ist in jeder Minute jedes einzelnen Tages für uns aktiv. Er arbeitet daran, Zellen, Muskeln, Knochen, Haut, Blut und Nerven unseres so einzigartigen menschlichen Körpers zu regenerieren und zu erneuern. Vielleicht kennen Sie Illustrationen des Körpers, in denen er als eine Art Fabrik voller emsig arbeitender, kleiner Männchen dargestellt wird. Das ist gar nicht so weit von der Wahrheit entfernt!

Doch diese Fabrik ist auf eine externe Kraftstoffzufuhr angewiesen, da unser Körper allein die benötigten Mengen der vielen verschiedenen Rohmaterialien nicht herstellen kann.

Damit er funktionstüchtig bleibt und nicht aus dem Gleichgewicht gerät, müssen wir ihn mit vielen verschiedenen Vitaminen und Mineralstoffen versorgen.

Diese Stoffe, auch als Mikronährstoffe bezeichnet, stammen aus unserer Nahrung oder Nahrungsergänzungsmitteln, mit denen wir unsere Ernährung ergänzen.

Warum sprechen wir von Mikronährstoffen? Um sie den Makronährstoffen gegenüberzustellen, die unser Körper in größeren Mengen benötigt: Kohlenhydrate, Proteine und Fette.

Obwohl der Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen geringer ist, sind sie für einen optimalen Gesundheitszustand unersetzlich. Die Details gestalten sich faszinierend und komplex zugleich, die Kombinationen aus Zahlen, Buchstaben und Codes können anfangs absolut verwirrend sein. Wer sich jedoch ein wenig Zeit nimmt, um sich mit den wichtigsten Mineralstoffen und Vitaminen zu beschäftigen, kann dadurch eine bessere Kontrolle über sein körperliches Wohlbefinden erlangen.

Im Wesentlichen sind Vitamine organische Stoffe, die die Regulierung unserer Körperprozesse unterstützen und oft mit Enzymen zusammenarbeiten.

Mineralstoffe hingegen sind anorganisch, d. h., sie können nicht zersetzt werden, und spielen beim Erhalt unserer Körperstruktur, der Nerven und Muskeln sowie bei der Flüssigkeitsregulierung eine entscheidende Rolle.

Das Zusammenspiel von Vitaminen und Mineralstoffen ist ebenso raffiniert wie kompliziert. Manche Kombinationen sind überaus nutzbringend, andere wiederum können sich entgegenwirken. Je mehr Sie deshalb über die lebensnotwendigen Vitamine und Mineralstoffe und ihre möglichen Kombinationen wissen, desto besser können Sie deren Nutzen für sich einschätzen.

Den meisten von uns sind die Vitaminhauptgruppen A, B, C, D, E und K nicht ganz unbekannt. Aufgrund eines Mangels an Vitamin C – enthalten in Obst wie z. B. Orangen, schwarzen Johannisbeeren und Guaven sowie in Brokkoli und Sprossen – erkrankten einst viele Seeleute auf langen Seereisen und Entdeckungsfahrten über die Meere an Skorbut. Ein Mangel an Vitamin D, welches der Körper am einfachsten durch die Sonneneinstrahlung aufnimmt, das jedoch auch in Fisch wie z. B. Lachs, Hering oder Makrele enthalten ist, führte in der Vergangenheit häufig zu Rachitis, eine Krankheit, die schon als praktisch ausgerottet galt, die jedoch in letzter Zeit wieder vermehrt auftritt.

Vitamin A unterstützt das Immunsystem und die Sehkraft (Milch und Milchprodukte, Kürbis, Spinat und Karotten sind gute Lieferanten), während die Vitamine der B-Gruppe, von B1 (Thiamin) bis hin zu B12 (Cobalamin), vereinfacht ausgedrückt die Verstoffwechselung von Kohlenhydraten fördern und sie in Energie umwandeln.

Vermutlich am wenigsten bekannt sind die Vitamine E und K. Vitamin E (Tocopherol) kann dem Körper helfen, den Auswirkungen von oxidativem Stress entgegenzuwirken. Eine gute Quelle dafür sind Nüsse, Samen und Pflanzenöle. Vitamin K ist gut für Blut, Nieren und Knochen und vor allem in grünem Blattgemüse, wie z. B. Spinat, sowie in Sojaöl enthalten.

Die lebenswichtigen Mineralstoffe können in zwei Kategorien unterteilt werden: die essentiellen Mineralien, darunter Kalzium (wie wir alle wissen wichtig für Knochenaufbau und Zahnwuchs), Magnesium (Enzymsysteme), Kalium (Nervenimpulse) und Natrium (zum Ausgleich des Flüssigkeitshaushalts), und die Spurenelemente. Trotz des vergleichsweise sehr geringen Bedarfs an Spurenelementen ist ihre Funktion von großer Bedeutung. Eisen z. B. unterstützt den Sauerstofftransport und Zink die Blutgerinnung.

Im Internet findet sich eine Fülle an sehr ausführlichen Informationen. Auf offiziellen Websites, wie z. B. den Seiten von Gesundheitsämtern und anderen öffentlichen Institutionen, finden Sie fundierte und nützliche Beschreibungen aller Vitamine und Mineralstoffe einschließlich Empfehlungen zu deren Verwendung.

Darüber hinaus sind die Angaben zur empfohlenen Tagesdosis hilfreich und vor allem dann ein guter Ansatzpunkt, wenn Sie Ihre Ernährung mit Nahrungsergänzungsmitteln unterstützen möchten. Vergessen Sie dabei nicht, dass genau dies die Funktion von Nahrungsergänzungen ist: Sie sind eine zusätzliche Quelle für Vitamine und Mineralstoffe (kein Ersatz!) und damit eine hervorragende Möglichkeit, unser allgemeines Wohlbefinden zu fördern.